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Nierensteine – Ursachen und richtige Ernährung gegen Nierensteine!

Nierensteine – Mit richtiger Ernährung vorbeugen!

Nierensteine – Mit richtiger Ernährung vorbeugen!

 

Nierensteine – Ursachen und richtige Ernährung gegen Nierensteine!

Auf einmal schmerzt es im Rücken Richtung Leistengegend. Die Nierensteine sind da und blockieren den Harnfluss und reizen den Harnleiter. Das kann unter Umständen sehr schmerzhaft werden. Mit der richtigen Ernährungsweise kann man allerdings richtige Vorsorge gegen die Bildung der Nierensteine betreiben und das Risiko deutlich senken.


Kurz & knackig – Zusammenfassung

  • Oxalat ist ein Ausscheidungsprodukt im Urin, das sich mit Calzium verbindet und zu harten Partikeln verklumpt und die Nierensteine bildet
  • Proteine aus tierischen Produkten erhöhen den Calziumgehalt im Urin, was das Risiko der Nierensteinbildung erhöht
  • Fettarme, zuckerarme und ballaststoffarme Ernährung senken die Wahrscheinlichkeit der Nierensteinbildung
  • Übermäßiger Alkoholgenuss und übermäßige Koffeinaufnahme erhöhen die Wahrscheinlichkeit der Nierensteinbildung ebenfalls, weil auch hierdurch der Calziumgehalt im Urin erhöht wird
  • Viel Wasser trinken reduziert das Nierensteinrisiko deutlich, weil die Urinmenge erhöht wird und die Calzium und Oxalatkonzentration im Urin gesenkt werden.


Nierensteine – Mit richtiger Ernährung vorbeugen!
Nierensteine – Mit richtiger Ernährung vorbeugen! – gettyimages-iStock

Ernährungsempfehlung zur Vorbeugung gegen Nierensteine

In den Industrienationen hat durch die starke Veränderung unserer Ernährungsweise die Nierensteinbildung stark zugenommen. Sie ist sogar zur Volkskrankheit geworden. Für die Nierensteinbildung gibt es zwei hauptsächliche Gründe.
In den selteneren Fällen kann die Harnsäure im Urin zum Keim werden. Um den Keim herum kann sich dann Calzium –Oxalat bilden und zum Stein verklumpen.
Die häufigeren Fälle sind allerdings auf eine langfristige falsche Ernährungsweise zurück zu führen. Durch den Einfluss bestimmter Nahrungsmittel kann die Calziumkonzentration im Urin erhöht werden, wodurch das Nierensteinrisiko ansteigt. Das Calzium bindet sich in der Regel mit dem Ausscheidungsprodukt Oxalat und kann folglich zum Nierenstein führen.
Wer also zu Nierensteinen neigt, kann das Risiko der Nierensteinbildung durch die Beachtung der nachfolgenden Ernährungsempfehlungen deutlich reduzieren.

Calzium und Oxalat als Grundlage für Nierenstein

Oxalat ist ein Ausscheidungsprodukt im Urin, das sich mit Calzium verbindet und zu harten Partikeln verklumpt und die Nierensteine bildet. Auf den Oxalatspiegel im Urin hat man nur bedingt Einfluss, daher ist es wichtig zu wissen, wie die Calziumkonzentration im Urin beeinflusst werden kann. Dies erfährst du nachfolgend.

Weniger tierische Produkte essen

Proteine aus tierischen Produkten erhöhen den Calziumgehalt, den Oxalatgehalt und den Harnsäuregehalt im Urin, was das Risiko der Nierensteinbildung deutlich erhöht. Alle drei Stoffe sind die Hauptursache für Nierensteinbildung. Harnsäure blockiert Stoffe im Urin, die für den Abbau der Nierensteine zuständig sind. Zudem kann sich Harnsäure in einen Keim umwandeln, der von Calzium-Oxal umschlossen und zu Nierenstein werden kann. Calzium und Oxalat selber können ebenfalls zu Nierenstein führen, daher sollte man bei der Neigung von Nierensteinen unbedingt den Verzehr an tierischen Produkten reduzieren.

Fett, Zucker und Ballaststoffe

Wer übermäßig viel fettreiche, zuckerhaltige und ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, vermindert die Ausscheidung von Calzium im Urin um bis zu einem Drittel. Daher sollte man auf eine fettarme, zuckerarme und ballaststoffarme Ernährung achten, denn dass senkt die Wahrscheinlichkeit der Nierensteinbildung.

Einfluss von Alkohol und Koffein

Übermäßiger Alkoholgenuss und eine übermäßige Koffeinaufnahme erhöhen die Wahrscheinlichkeit der Nierensteinbildung, weil durch beides der Calziumgehalt im Urin erhöht wird. Dies gilt allerdings nur bei täglich übermäßigem Alkoholgenuss und bei einer Koffeinaufnahme von mehreren Tassen Kaffee am Tag. Ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag haben kaum Auswirkungen.

Wasser spült durch

Viel Wasser trinken reduziert das Nierensteinrisiko deutlich, weil die Urinmenge erhöht wird und die Calzium und Oxalatkonzentration im Urin gesenkt werden. Es empfiehlt sich idealerweise Wasser mit einem möglichst niedrigem Inhaltsstoffgehalt zu trinken. Das erhöht die Reinigungskraft des Wassers, weil die Wassermoleküle Ablagerungen und Nierensteinbildende Stoffe an sich binden und auf natürliche Art und Weise ausspülen.

Nährstoffempfehlung bei Nierensteinen Empfohlene TagesdosisKommentar
Magnesium400mgBindet Oxalat und mindert so das Risiko der Steinbildung. Zu den Mahlzeiten einnehmen.
Vitamin B650mgUnterstützt den Abbau von Oxalat.
Oxalatreiche NahrungsmittelBohnen
Erdnüsse
Grapefruit
Gurken
Kaffee
Karotten
Petersilie
Pfeffer
Rhabarber
Schokolade
Schwarztee
Sellerie
Spinat
Süßkartoffeln
Bei Verdacht von Nierensteinbildung sollte der Verzehr an oxalatreichen Nahrungsmitteln deutlich reduziert werden. Ärztliche Beratung ist unbedingt einzuholen!
 

Wusstest du...

Magnesium und Vitamin B6 senken das Nierensteinrisiko deutlich. Magnesium bindet Oxalat, es wird allerdings nicht zum Nierenstein wie es mit der Calzium-Oxalatverbindung der Fall ist. Es wird auf natürlicher Weise ausgeschieden. Vitamin B6 wiederum baut das Oxalat im Urin ab und vermindert auf dieser Weise das Nierensteinrisiko.
Bei Nierensteinverdacht oder auch zur Vorsorge gegen Nierensteine kann die Oxalsäure im Blut mit der HPLC-Enzymreaktormethode bestimmt werden. Spreche hierzu mit deinem zuständigen Urologen.

 
Quellen:

Heckers, H. et. Al.: Zur diätetischen Therapie und Prävention von Calziumoxalat-Nierensteinen. Ernährung-Umschau 40, 1993, 416.
Scharrel, O. Seiner. R.: Die Bedeutung der Ernährung beim Harnsteinleiden. Urologe B 33, 1993, 83
Burgersteins Handbuch Nährstoffe 9. Auflage, Haug Verlag
Siener, R., Hesse, A.: Einfluss verschiedener Kostformen auf die Harnzusammensetzung und das Calzium-Oxalat- Steinbildungsrisiko. Z. Ernährungswiss. 32, 1993, 46